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In der Wüste kann man ab sofort Lebensmittel teilen. Im Jahr werden in Deutschland pro Person 82 kg Lebensmittel weggeworfen. Umgerechnet auf den Stadtteil Wüste sind dies insgesamt mindestens 1100 Tonnen.

Mitglieder der Osnabrücker Gruppe des bundesweit aktiven Vereins foodsharing machten während der Stadtteilwerkstatt Wüste 2015 den Vorschlag, einen „Fairteiler“ im Stadtteil einzurichten. Die Idee dabei ist es, einen öffentlich zugänglichen Ort zu schaffen, an dem Lebensmittel geteilt werden können. Die foodsaver holen täglich Lebensmittel, die nicht mehr zu verkaufen aber verzehrfähig sind, von kooperierenden Supermärkten und Wochenmärkten ab und bringen diese an öffentlich zugängliche „Fairteiler-Kühlschränke“. Dort kann sich jede und jeder nehmen, was zu Hause selbst verbraucht werden kann. Auch können eigene Lebensmittel hinein gestellt werden, die noch unangebrochen sind und zu Hause verderben würden. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist dabei nicht unbedingt aussagekräftig, die eigenen Sinne wie riechen, fühlen, sehen und schmecken sind zuverlässiger. Das Interesse am Teilen von Lebensmitteln ist groß, bestätigt Monika Eymann: „Die Kühlschränke sind oft leer – das liegt aber nicht daran, dass wir diese nicht bestücken. Die Lebensmittel werden einfach sehr schnell abgeholt und verbraucht.“

Mit dem neuen Standort in der Rehmstraße 18 (auf dem Gelände der Hochschule, direkt vor dem Learning Center) gibt es in Osnabrück nun insgesamt drei Fairteiler. Die anderen Kühlschränke befinden sich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs (Hamburger Straße 22b) und an der Christus-König-Gemeinde in Haste (Bramstraße 105).
Die Osnabrücker foodsaver freuen sich immer über neue engagierte Menschen, die sie tatkräftig unterstützen möchten. Wenn Sie die foodsaver unterstützen wollen oder Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an die unten stehende Adresse wenden.

Bei der Umsetzung wurden die Osnabrücker foodsaver durch das Institut für Musik und das Projekt Urbane Interventionen der Hochschule Osnabrück unterstützt sowie von der Holzwerkstatt des Zentrums für Jugendberufshilfe in der Dammstraße, die kostenlos einen Unterstand anfertigte und aufbaute.

Fragen an die Osnabrücker foodsaver:

E-Mail: botschafter.osnabrueck@foodsharing.de
www.facebook.com/foodsharingos

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